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Robert C. Martin

Schlüsselwerke: Clean Code (2008), Clean Architecture (2017)

SOLID-Prinzipien sind keine Regeln für schönen Code. Sie sind Heuristiken für wartbaren Code unter Veränderungsdruck.

Clean Architecture: Die Abhängigkeiten zeigen immer nach innen. Domain kennt Framework nicht. Use Cases kennen Datenbank nicht. Presentation kennt Business nicht.

  • Dependency Inversion als Grundlage für Testbarkeit. Wer HTTP-Calls direkt in Services hat, kann keinen Use-Case ohne Netzwerk testen.
  • Single Responsibility: Nicht „macht nur eine Sache”, sondern „hat nur einen Grund zur Änderung”. Eine Komponente, die sich ändert, wenn sich das Design ändert — und auch wenn sich die Business-Logik ändert — hat zwei Gründe.
  • Open/Closed: Erweiterbar ohne Modifikation. Im Frontend: neue Funktionalität durch neue Komponenten/Services, nicht durch Änderung bestehender.

Martin polarisiert. Manches in Clean Code ist überholte Meinung. Aber die Kernprinzipien stehen — und sie werden immer dann relevant, wenn man in einem System arbeitet, das sie nicht beachtet hat.