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Wann Microfrontends?

Microfrontends (und insbesondere Module Federation) sind eine Antwort auf ein Organisationsproblem, nicht auf ein technisches. Wer sie als Performance- oder Build-Optimierung einsetzt, löst das falsche Problem.

  • Unabhängige Teams: Teams sollen unabhängig deployen, entwickeln und testen können — ohne aufeinander warten zu müssen.
  • Unterschiedliche Technologie-Stacks: Teams wollen oder müssen verschiedene Frameworks verwenden (React + Angular in einem System).
  • Unterschiedliche Release-Zyklen: Ein Teil des Systems ändert sich täglich, ein anderer monatlich.
  • Klare Domänengrenzen: Conway’s Law arbeitet für euch — die Teamstruktur spiegelt die Systemstruktur.
  • Ein kleines Team: Overhead durch Shell, Versionierung, Shared Libraries und Deployment-Koordination überwiegt den Nutzen.
  • Starke Domänenkopplung: Wenn Microfrontends ständig miteinander kommunizieren müssen, sind die Grenzen falsch gezogen.
  • Kein Plan für geteilte Libraries: Shared UI-Komponenten, Auth, i18n — das muss koordiniert werden.

Module Federation: Startup-Zeit, Debugging, Versionskonflikte, Shared Dependencies. Wer die Kosten nicht einkalkuliert, zahlt sie trotzdem.

Microfrontends sind teuer. Sie können diesen Preis wert sein — aber nur wenn das Problem groß genug ist.