Zum Inhalt springen

D-Stack

Der „D-Stack” (Digitale-Souveränitäts-Stack) ist kein konkretes Produkt, sondern ein Konzept: Softwareinfrastruktur ohne Abhängigkeit von US-Hyperscalern.

  • DSGVO verlangt Datenhoheit, die US-Cloud-Dienste strukturell nicht liefern können (CLOUD Act)
  • Regulierte Sektoren (Gesundheit, öffentliche Verwaltung, Kritische Infrastruktur) haben eigene Souveränitätsanforderungen
  • BSI-Grundschutz, NIS2, DORA — Anforderungen wachsen

On-Premise oder EU-souveräne Cloud: Kein AWS, kein Azure (US-Jurisdiction), sondern IONOS, Hetzner, Deutsche Telekom oder eigene Rechenzentren.

Open-Source-First: Keycloak statt Auth0, Gitea statt GitHub, Mattermost statt Slack, OpenTelemetry statt Datadog.

Container-native: Docker + Traefik + eigene Registries statt Cloud-managed Kubernetes.

Auditierbare Komponenten: Jede Komponente muss öffentlich einsehbar oder vollständig auditierbar sein.

Selbst-gehostete GitLab-Instanz, Docker Compose auf eigenen Servern, Traefik als Reverse Proxy, Keycloak für Auth, RabbitMQ für Messaging. Kein Cloud-Provider mit US-Jurisdiction im Daten-Pfad.

Mehr Betriebsaufwand. Weniger „managed” Services. Dafür: Kontrolle, Compliance, keine Abhängigkeit von Pricing-Entscheidungen großer Plattformen.